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Stadtgeschichte

Teiche und Seen, wildreiche Wälder sowie weitflächige Wiesen und Felder prägen den Süden des Landes Brandenburg. Inmitten dieser reizvollen Landschaft befindet sich im Landkreis Elbe-Elster die Stadt Doberlug-Kirchhain mit ihren Ortsteilen Arenzhain, Buchhain, Dübrichen, Frankena, Hennersdorf, Lugau, Nexdorf, Prießen, Trebbus, Lichtena und Werenzhain. In der Stadt an der „Kleinen Elster" kann man auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken.

Doberlug, am östlichen Ufer des Flusses, nur zweieinhalb Kilometer von Kirchhain entfernt gelegen, schenkte man bereits im Jahre 1005 Beachtung, denn Kaiser Heinrich II. sammelte hier sein Heer, um es gegen den Polenkönig Boleslaw Chobry in den Kampf zu führen. Der damals noch gebräuchliche slawische Ortsname „Dobraluh” bedeutet so viel wie „Gute Wiese” oder „Luch am Dober”. In der sumpfigen Niederung siedelten sich auf Anweisung des Landesherrn Dietrich von Landsberg Zisterziensermönche aus dem Kloster Volkenroda (Thüringen) an. Sie rodeten den Wald, verwandelten durch Entwässerung Sumpf- in Ackerland und legten Obstgärten, Fischteiche sowie Weinberge an. Durch Kauf und Schenkung wuchs der Besitz des 1165 gestifteten Klosters permanent an. Erst mit der Reformation endete die expansive Landnahme. Das Kloster wurde säkularisieret. Im Jahre 1551 übernahm Heinrich von Gersdorf die Herrschaft und begann mit dem Umbau der Klosterabtei zu einen Schloss. Johann Georg von Sachsen erwarb 1624 den Besitz, um von diesem Schloss aus auf Jagd gehen zu können.
Unter der Herrschaft seines Sohnes, Christian I. von Sachsen-Merseburg, wurde ab 1664 auch die Stadt Dobrilugk planmäßig in Hufeisenform angelegt. Eine Mauer und ein Graben umschlossen die Stadt, in die man durch drei Tore gelangen konnte.

Heimatverein Doberlug-Kirchhain Kirchhain wurde erstmals in einer Klosterurkunde aus dem Jahre 1234 erwähnt. Markgraf Heinrich der Erlauchte bestätigte dem Ort 1235 das Marktrecht. Wohl auch daher blühte hier schon im Mittelalter  das Handwerk auf. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Gerberhandwerk zum beherrschenden Wirtschaftsfaktor. Das weiche, saubere Wasser der Kleinen Elster eignete sich besonders für die Vorarbeiten des Gerbprozesses, aber auch für das Gerbverfahren selbst. Mit der Wiedererrichtung einer eigenen Postexpedition 1845 wurde es noch einfacher, Nachrichten auszutauschen und Kontakte, die für den Auslandshandel unabdingbar waren, zu knüpfen. Begünstigt wurde der sehr umfangreiche internationale Handel mit Fellen und Ledern durch den Anschluss Kirchhains an das Eisenbahnnetz (1871 bis 1875). So ist es also kein Zufall, dass es um 1900 fast 100 Gerbereien in der Stadt gab und Kirchhain als einer der wichtigsten Produktionsstandorte für Schafleder in Deutschland galt.
In Jahr 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Kommunen Doberlug und Kirchhain zu einer Stadt zusammen geschlossen. Seit dem Jahr 2007 ist der Stadtteil Doberlug Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen”.

 
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